
Kurz & knapp
- Magnesiumstearat ist das Magnesiumsalz der Stearinsäure, einer Fettsäure, die natürlich in vielen Lebensmitteln vorkommt.
- Es ist als Lebensmittelzusatzstoff E 470b zugelassen und wird vor allem als Trennmittel bei der Herstellung von Tabletten verwendet.
- Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat den Stoff 2018 neu bewertet und sieht bei der Verwendung als Zusatzstoff keine Sicherheitsbedenken.
- In den meisten Sanopoly-Produkten ist kein Magnesiumstearat enthalten. Wo es eingesetzt wird, steht es in der Zutatenliste.
Wer die Zutatenliste von Nahrungsergänzungsmitteln liest, stößt häufig auf die Angabe „Magnesiumsalze der Speisefettsäuren“ oder „Magnesiumstearat“. Im Internet wird der Stoff zum Teil kritisch diskutiert. Hier finden Sie einen sachlichen Überblick: was Magnesiumstearat ist, wozu es verwendet wird und wie es wissenschaftlich bewertet wird.
Was ist Magnesiumstearat?
Magnesiumstearat ist eine Verbindung aus Magnesium und Stearinsäure. Stearinsäure ist eine gesättigte Fettsäure, die natürlich in vielen Lebensmitteln vorkommt, zum Beispiel in Kakaobutter, Pflanzenölen, Milchprodukten und Fleisch. In der Europäischen Union ist Magnesiumstearat als Lebensmittelzusatzstoff mit der Nummer E 470b zugelassen. Auf Zutatenlisten erscheint es als „Magnesiumsalze der Speisefettsäuren“ oder „Magnesiumstearat“, häufig mit dem Zusatz „Trennmittel“ oder „Fließmittel“.
Wozu wird Magnesiumstearat verwendet?
Bei der Herstellung von Tabletten werden Pulver in Maschinen zu festen Formen gepresst. Magnesiumstearat sorgt dafür, dass das Pulver gleichmäßig fließt und nicht an den Maschinenteilen haften bleibt. Das ist wichtig, damit jede Tablette gleich zusammengesetzt ist und die angegebene Menge an Inhaltsstoffen enthält. Eingesetzt wird meist nur ein sehr kleiner Anteil. Neben Nahrungsergänzungsmitteln findet sich Magnesiumstearat auch in vielen Arzneimitteln und in einigen Lebensmitteln.
Ist Magnesiumstearat unbedenklich?
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Magnesiumsalze der Speisefettsäuren im Jahr 2018 im Rahmen der Neubewertung aller Lebensmittelzusatzstoffe geprüft. Ihr Ergebnis: Bei der zugelassenen Verwendung bestehen keine Sicherheitsbedenken. Eine zahlenmäßige Obergrenze für die tägliche Aufnahme (ADI-Wert) hielt die EFSA nicht für notwendig. Im Körper wird Magnesiumstearat in Magnesium und Stearinsäure aufgespalten. Beide Bestandteile nehmen wir auch über normale Lebensmittel auf, und zwar in deutlich größeren Mengen. Kritische Stimmen beziehen sich häufig auf Laborversuche mit isolierter Stearinsäure oder auf sehr hohe Mengen, die bei der üblichen Verwendung nicht erreicht werden. Richtig ist: Ein zu hoher Anteil kann die Auflösung einer Tablette verlangsamen. Deshalb wird die Menge bei der Produktentwicklung so gering wie möglich gehalten und die Freisetzung der Inhaltsstoffe geprüft.
Wie hält es Sanopoly mit Magnesiumstearat?
In den meisten unserer Produkte, darunter alle Kapseln und Pulver, verwenden wir kein Magnesiumstearat. In drei Kautabletten wird es in geringer Menge als Trennmittel eingesetzt, damit sich die Tabletten zuverlässig pressen lassen: ESSENTIALS b12, ESSENTIALS melatonin und ESSENTIALS kids multi. Wie alle Zutaten ist Magnesiumstearat in der Zutatenliste des jeweiligen Produkts angegeben.
Häufige Fragen zu Magnesiumstearat
Was bedeutet „Magnesiumsalze der Speisefettsäuren“? Das ist die offizielle Bezeichnung für den Zusatzstoff E 470b. Gemeint ist in der Regel Magnesiumstearat, also das Magnesiumsalz der Stearinsäure.
Ist Magnesiumstearat eine Magnesiumquelle? Nein. Der Magnesiumanteil ist gering, und die eingesetzte Menge ist sehr klein. Für die Magnesiumversorgung spielt Magnesiumstearat keine Rolle.
Warum verwenden Hersteller Magnesiumstearat? Es sorgt bei der Tablettenherstellung dafür, dass das Pulver gleichmäßig fließt und nicht an den Maschinen haften bleibt. So enthält jede Tablette die gleiche Menge an Inhaltsstoffen.
Woran erkenne ich, ob ein Produkt Magnesiumstearat enthält? An der Zutatenliste. Dort steht „Magnesiumstearat“, „Magnesiumsalze der Speisefettsäuren“ oder „E 470b“.
Fazit
Magnesiumstearat ist ein zugelassener Zusatzstoff, der bei der Tablettenherstellung als Trennmittel dient. Nach der Bewertung der EFSA bestehen bei der zugelassenen Verwendung keine Sicherheitsbedenken. Sanopoly verzichtet in den meisten Produkten darauf. Wo es enthalten ist, steht es in der Zutatenliste.
Quellen
- EFSA Panel on Food Additives and Nutrient Sources added to Food (2018): Re-evaluation of sodium, potassium and calcium salts of fatty acids (E 470a) and magnesium salts of fatty acids (E 470b) as food additives. EFSA Journal 16(3):5180
- Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 über Lebensmittelzusatzstoffe
Kurzum, wer seiner Gesundheit mit natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln etwas Gutes tun will, vermeidet diese chemische Verbindung. Mit Stolz können wir sagen, dass wir bei allem Produkten von Sanopoly auf Magnesiumsalze der Speisefettsäure verzichten und dafür gerne höhere Produktionskosten in Kauf nehmen.





