Ratgeber

Burnout

Höchstleistung trifft auf Unterversorgung

4 Min. Lesezeit

BurnOut – Wen trifft es?

Im Grunde kann jeder von einem Burnout betroffen sein, von der Hausfrau über den Sportler bis hin zum Unternehmer. Entscheidend ist nicht die ausgeübte Tätigkeit, sondern eine Reihe von Fehl- und Überbelastungen, die dauerhaft auf den Betroffenen einwirken.

Häufig scheinen Menschen mit großen Erwartungen an sich selbst, viel Ehrgeiz, großer Zielstrebigkeit und ausgeprägter „Opferbereitschaft“ betroffen zu sein. Menschen die sich schwertun, Aufgaben abzugeben und sich Misserfolge stark zu Herzen nehmen – ähnlich wie Kränkungen und Frusterlebnisse.

Die äußeren Faktoren sind vielfältig. Meist kommen mehrere dauerhafte Belastungen zusammen.

Burnout ist eine Abwärtsspirale

Kommen entscheidende psychische und soziale Auslöser zusammen, beginnt die Burnout-Abwärtsspirale. Erschöpfung wird zum bestimmenden Gefühl, dringend benötigte Regenerationsphasen werden vernachlässigt, die Leistungsfähigkeit des Körpers lässt nach.

Zuerst betrifft das die mentalen und kognitiven Fähigkeiten, hier schaltet der Körper zuerst auf „Schongang“, zugunsten aller lebenswichtigen Funktionen. Betroffene berichten von einem anhaltenden Gefühl innerer Leere, der Ohnmacht und des Sinnverlustes, von Kraftlosigkeit, Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Sie distanzieren sich zunehmend von ihrem sozialen Umfeld, vernachlässigen die eigenen Bedürfnisse und gehen Beschäftigungen nicht mehr nach, die ihnen einst Freude und Sinnhaftigkeit vermittelt haben.

Häufig kämpfen Betroffene auch mit körperlichen Beschwerden wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Verdauungsproblemen und andauernden Rückenschmerzen. Hält diese Erschöpfung eine längere Zeit an, so ist es unbedingt notwendig, einen Experten zu konsultieren.

Ein guter Hausarzt ist hier die Anlaufstelle Nummer Eins, er stellt die Diagnose und leitet geeignete Maßnahmen ein. Doch diesen Schritt gehen viele Betroffene oft nicht mehr – und finden aus eigener Kraft den Weg aus der Abwärtsspirale nicht hinaus.

Höchstleistung trifft auf Unterversorgung

Wir sprechen also von einer Situation, in der Betroffene eine länger andauernde Stress-Phase durchlaufen, während der sie naturgemäß die eigenen Bedürfnisse hintenanstellen. Das heißt, Körper und Psyche laufen auf Hochtouren, gleichzeitig fehlt jedoch der dringend benötigte „Kraftstoff“ dafür.

Denn wer Höchstleistungen erbringt, verbraucht mehr Nähr- und Vitalstoffe – eine Binsenweisheit für jeden Sportler. Es geht dabei um hochwertige Nährstoffe, die der Betroffene eigentlich über eine besonders ausgewogene vitamin-, eiweiss- und mineralstoffreiche Ernährung zuführen müsste.

Aber gerade eine gesunde Ernährung wird in Stressphasen oft vernachlässigt – wer nimmt sich genügend Zeit, wer ernährt sich gesund und achtet auf Ruhephasen, wenn sein Pensum ohnehin kaum zu schaffen ist? Das bleibt nicht ohne körperliche Folgen.

Wie kann ich mir helfen?

Wer kurz vor einem Burnout steht oder erste Anzeichen an sich beobachtet, sollte unbedingt seinen Hausarzt aufsuchen und sich beraten lassen. Denn am besten ist es, erst gar nicht in die Abwärtsspirale zu gelangen.

Hilfreich sind bewusste Pausen, ausreichend Schlaf, Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und das Gespräch mit vertrauten Menschen. Eine ärztliche oder psychotherapeutische Begleitung ersetzt das nicht. Holen Sie sich frühzeitig Unterstützung.

Die Inhalte dieses Artikels dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

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